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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Okt 2012, 19:04 
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http://www.spiegel.de/reise/aktuell/aus ... 62862.html

Damit sollten zumindest 2 Betroffene hier im Forum bestens leben können ;-)

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Okt 2012, 19:30 
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Danke für den Hinweis @Bahama :13herzi:
Zufälligerweise hatte ich im WDR-Radio davon gehört! IMHO liegt die Verjährungsfrist (vgl.Seite5 hier) bei 2Jahren. Mein Prob, was ich dieser Tage abkläre mit meiner RV?
Ich hatte 2Flüge auf meinem Condor-Account gebucht! Für mich (RV-Versichert) und 2te Person (nicht inkludiert in meinen RV-AGB+zudem "Ausländer") = kompliziert eine gemeinsame Klage!

Zudem sind meine Condor-Frühbuchungen jetzt "durch" und demnächst einen Flug via Airberlin/TUI. Worst-Case, die hätten einen Schnäppchenflug wegen Klageeinreichung gecanceled unter Erstattung und ich hätte 2-3Wochen zum ursprünglichen Termin was alternatives buchen müssen zu erheblich höheren Preisen?

Deinem Link folgend schon lustige/aberwitzige Kommentare
http://forum.spiegel.de/f22/eu-gerichts ... st11203996

Wer in o.g. Fall ein Stadion-Ticket/Veranstaltungsticket gebucht hat??? ... Verpasste Anschlussflüge aussenvor! Ich meine die Entschädigungen sind gerechtfertigt! Der eine mag Gewinn ziehen ... den anderen mag auch die Entschädigung nicht wirklich trösten! ...z.B. ein verpasstes Fussballspiel/eine versäumte Oper?

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Okt 2012, 20:16 
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@micha0815

Die Verjährungsfrist für Ausgleichszahlungen in Deutschland liegt bei 3 Jahren ( und den Rest des Jahres )
= Ultimoverjährung / Jahresendverjährung.

Momentan kann man also bis zum 31. Dezember 2012 Klage einreichen für Flugverspätungen, die unter
die aktuelle Rechtsprechung fallen, bis zum Jahr 2009.

http://www.aktuell.ra-janbartholl.de/Fr ... blauf.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Nov 2012, 10:40 
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Sehe ich auch so wie emdebo: "Ultimo" Verjährung in Deutschland 3 Jahre bis zum Zeitpunkt der Klageeinreichung.

Da die Chancen wirklich gut stehen und das vorgerichtliche finanzielle Risiko gering, soll der Anwalt 2 Fälle daraus machen, die er aber sozusagen gemeinsam einreicht vor Gericht. Dann würden die in einem Rutsch verhandelt, wenn es denn überhaupt so weit kommt. Evtl reicht jetzt schon, dass Condor die Klage in Händen hat, damit sie zahlen. Oder aber, da Du der Buchende warst eine Art Schadensabtretung an Dich, die es ermöglicht einen Fall daraus zu machen. Da müsste natürlich die RV mitspielen.

Ich würde mich nach dem Urteil sogar dazu hinreisen lassen, die RV ganz außen vor zu lassen und den Anwalt in Euer beider Namen klagen zu lassen. Aus meiner Erfahrung habt Ihr mit dem Anwalt und vor dem AG in Rüsselsheim jetzt beste Chancen...

Ausgleichszahlungen sind für die "Unannehmlichkeiten" der Verspätung, welche die Richter gleichartig zur Annullierung sehen. Das sog. Montrealer Abkommen regelt Schadenersatzansprüche und wurde explizit von den Richtern nicht im Widerspruch zu der EU Verordnung gesehen. Heißt: Schadenersatzansprüche können ungeachtet der Ausgleichszahlung geltend gemacht werden. Also wenn man deshalb einen Tag länger im Parkhaus steht wäre das theoretisch schon so ein Fall, praktisch eher kaum. Wenn eine Kreuzfahrt deshalb nicht erreicht wird schon eher... Condor hat auch dazu ein kleines Sätzchen in seinen Abwimmelungsschreiben, das ist aber mit der aktuellen Entscheidung auch juristisch wertlos und falsch.

Schließlich: Condor wird Dir wegen einem streitigen Fall nicht die Beförderung verwehren. Von so was hab ich in all den TV Berichten, Presseartikeln und unzähligen Beiträgen von Betroffenen im Netz noch nie gehört.

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Nov 2012, 20:14 
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Lieben Dank @emdebo für den Link.
Gleichfalls @Bahama für Deine Ausführungen/Einschätzungen.
Ich werde dies im Laufe der Woche abklären mit meiner RV und einem Anwalt meines Vertrauens.

Salu2 Micha0815

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Feb 2013, 12:36 
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In Rüsselheim sind wegen Condor mittlerweile 6 1/4 Richter angestellt ... 1/4 wohlgemerkt :D

Hier ein Update
http://www.fr-online.de/kreis-gross-ger ... 75678.html

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Feb 2013, 18:04 
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Den ARD-Beitrag hatte ich zufällig gesehen :mrgreen:

Aus der Erinnerung? Für die Condor scheint es immernoch "billiger" zusein, verlorene Prozesse -Anwaltsgebühren/Gerichtskosten/Entschädigung- zu bezahlen, als Kundenfreundlich berechtigte Ansprüche, einfach zu erstatten?

Irgendwanneinmal werden sie das breakeven erreicht haben? Es würde mich nicht wundern, wenn sie klammheimlich in entsprechende anwaltliche "Flugastrechte-Durchsetzungsplattformen" investieren? :oops:

Salu2 Micha0815

P.S.: Und Nachtrag? Denke ich an meine eigene Verspätung -vgl. Anhang-, einer seinerzeit gefühlten Auslastung von Hin- + Rückflug mit ~ 80% bei Einsatz einer 757-300 = ~350-400 Paxe (Hin+Back), käme schon bei 400€ ne Stange Geld zusammen?

Lege ich weiter zugrunde, dass eine Buchung/Klage durchschnittlich 2 Paxe umfasst? und setzte das zu der verlinkten Zahl 2482 ins Verhältnis, würde allein dieser Hin-+Rückflug in 2012, wenn alle geklagt hätten, ~6% ausmachen?

Falls jmd. eine Condor-Statistik kennt, (Verhältnis Anzahl-Gesamtflüge in 2012 vs. verspäteter-Flüge mit Anspruch in 2012) liesse sich grob abschätzen, welcher Prozentsatz berechtigter Ansprüche final versucht wird, gerichtlich durchzusetzen?


Dateianhänge:
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Verspätung-Condor.jpg [ 19.54 KiB | 3239-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Feb 2013, 12:38 
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Auf Condor bezogen kenne ich keine Zahlen.

Vielleicht hilft die Feststellung des EUGH in Verbindung mit dem Urteil Flugverspätungen. Demnach wurde dort ermittelt, dass 2010 weniger als 0,15 Prozent aller Flüge in Europa von Verspätungen mit mehr als 3 Stunden betroffen waren. Condor dürfte mit ihren oftmals anfälligen 767 auf Fernflugstrecken vermutlich über dem Durchschnitt liegen, was aber auch nicht existenzgefährdend für die Airline sein dürfte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Feb 2013, 11:08 
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Ich hatte mal in einer Condor "Bilanz" gelesen für 2010 oder 2011, dass die Zahlungen und Aufwendungen in Zusammenhang mit Verspätungen etc rund 4 oder 5 Mio€ ausgemacht hatten. Ohne Gewähr! Ich vermute, dass es mittlerweile mehr sein dürfte und so erklärt sich dann auch die abwiegelnde Reaktion von Condor: Mit allen Mitteln (und sei es mit Unwahrheiten) möglichst Viele davon abhalten, ihre Forderungen duchzusetzen aus rein wirtschaftlichen Gründen. Womöglich steht das so im "Aktionärsrecht" ;) um Schaden vom Unternehmen fernzuhalten...

Hier noch eine neue Liste zu Urteilen im Bereich Fluggastrechte, in Anlehnung an die Frankfurter- hier "Wiesbadener- Tabelle" genannt, wohl weil zumindest einer der dahinter stehenden Anwälte in Wiesbaden ansässig ist. Man sieht, zu wieviel Sachverhalten schon entschieden wurde und in wieviel Richtungen das geht, Flugastrechteverordnung und EuGH Urteile hin oder her...

http://www.wiesbadener-tabelle.de/

Beide Anwälte sind Experten auf dem Gebiet des Reiserechts und tauchen auch immer mal wieder in Presse und TV auf. Von dem einen weiß ich auch, dass er ein großer "Condor und Cook Experte" ist und vor dem AG Rüsselsheim Dauergast. Das AG Rüsselsheim taucht ja in der Liste auch des öfteren auch. Nein, ich bekomme keine Provision, aber wenn jemand noch einen Anwalt für so einen Fall suchen sollte, ist er hier sehr gut aufgehoben!

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Mär 2013, 19:00 
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Da boxen "Inkassostellen" gegen Condor an einem Tag mal eben 18 Fälle erfolgreich durch:

http://www.euclaim.de/aktuelles/324/EUc ... rfolgreich

Unglaublich :2013:

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