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 Betreff des Beitrags: "Abschlussbericht"
Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Apr 2011, 21:42 
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"Abschlussbericht": Condor hat uns 900€ gezahlt mit Anwalt und Gericht. Im letzten Schritt war es ein Vergleich. Dank meiner Rechtschutz bin ich soweit gegangen, habe aber abzuziehen deren SB von 150€.

Als Fazit kann man festhalten, dass es trotz der eindeutigen Rechtslage viele Unwägbarkeiten auf dem Weg zur vollen Entschädigung gibt. In unserem Fall war es die recht geringe Verspätung über die 3 Stunden hinaus. Auf der sicheren Seite ist man offenbar "richterunabhängig" momentan ab 6 Stunden. Da kommt aber demnächst eine höheres Urteil, was mehr Klarheit schafft. So lange wollten wir nicht warten und sind unterm Strich zufrieden. Condors Unverfrohrenheiten im Laufe der letzten Monate werde ich allerdings (besonders als alter Condor Flieger) so schnell nicht vergessen.

In Summe hat Condor das Ganze mindestens die 1200€ gekostet, eher mehr. Dafür haben sie aber kein Urteil gegen sich kassiert, welches andere Betroffene zur "Nachahmung verleiten könnte". In sehr vielen Fällen läuft es übrigens im Ergebnis sehr ähnlich wie bei uns. Daher ist recht selten auch etwas über Urteile gegen Condor zu finden...von daher ist deren Strategie aus wirtschaftlicher Sicht (bislang) durchaus als erfolgreich einzustufen. Es gäbe noch das Eine oder Andere zu sagen, wer mag kann ja fragen ;)

Wir freuen uns jetzt auf unseren nächsten Fuerte Urlaub Mitte Juli...Flug mit TUI :lol:

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Apr 2011, 15:44 
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Hallo Bahama,

auch der Teilerfolg ist unter dem Strich ja noch ein Erfolg. Andererseits, hattest Du die Befürchtung, bei Nichtakzeptierung des Vergleichsvorschlages wäre die Sache für Euch unerfreulich ausgegangen. Also, hätte der Richter trotz der EU-Regeln Eure Ansprüche evtl. komplett abweisen können? Und ist das bei anderen Fluggästen aus Deiner Kenntnis schon geschehen?

Gruß emdebo

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Apr 2011, 18:37 
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Bei uns wäre es so gewesen, dass dieser Richter (die beiden anderen mit Condor befassten wohl nicht!) im Falle der Nichtkzeptanz des Vergleichs gegen uns entschieden hätte, weil er es in ähnlichen Fällen zuvor immer so getan hatte. Wir hatten ja schon 50% vorgerichtlich erhalten. Alle Fälle, die ich mitbekomme habe, hatten von Condor nach anwaltlicher Aktivität etwas bekommen (meist die Hälfte), sind also nie ganz leer ausgegangen. Dass bei technischen Defekten sich die Airline nicht rausreden kann, hat wohl auch Condor vor Gericht i.d.R. einsehen müssen. Das war bei uns gar kein Thema mehr! Alle "Versuchsballons" diesbezüglich sind nach meiner Kenntnis bei höheren Instanz gescheitert.

Es gibt allerdings zur Zeit noch soviele "Lücken" in der Rechtsprechung, dass sich ein einzelner Amtsrichter eine Auslegung (und das war es ja eindeutig in unserem Fall) zugunsten der Airline erlauben kann, auch gegen das EUGH Urteil. Man wird also erstmal abwarten müssen, wie sich die Fälle, welche sich das nicht haben gefallen lassen vor dem LG in Darmstadt ausgehen. Ich habe beschlossen, mich egal wie es ausgeht nicht zu ärgern, bleibe aber da dran. Der betreffende Amtsrichter bezieht sich übrigens mit seiner Halbierung der Ansprüche auf Artikel 7, Satz 2 der Fluggastrechteverordnung. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass er damit bei höheren Instanzen durchkommt, aber wegen der Unwägbarkeiten vor Gericht haben wir den Vergleich lieber angenommen.

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Apr 2011, 14:11 
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Unter uns :mrgreen:

falls ich richtig liege?

Gemäß
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/Lex ... 007:de:pDF
hätten Dir lieber Bahama 1200€ zugestanden?

Mit einschlägigen Prozesskostenrechner 1.Instanz + Vergleichsgebühr komme ich auf ~800€ für beide Parteien zusammen?

Da blieben unter dem Strich 900-400=~500€ übrig OHNE RV?

Salu2 Micha0815

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Apr 2011, 20:10 
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1.200€ ist korrekt. Aber: Da 600€ ja schon vorher gezahlt wurden, bleiben 600€ Streitwert. Bei einem Vergleich komme ich (über hier: http://www.anwaltseiten24.de/prozesskos ... recht.html) auf rund 460€ Gesamtkosten (Anwälte und Gericht), bleiben bei jeder Seite 230€ hängen. Da die vorgerichtlichen Anwaltskosten ebenfalls von Condor bezahlt wurden (155€) ist das ein Nullsummenspiel (die RV kassiert die aber bei mir laut Nachfrage!) und es bleiben 900€-230€= 670€ hängen und damit nur 80€ weniger als mit RV und 150€ SB.

Für Condor heißt das aber demnach 900€ plus 2x155€ plus 230€ = 1440€, wenn ich keinen Denkfehler gemacht habe. 240€ haben sie also draufgelegt, um ganz sicher kein Urteil zu kassieren und mit wenig Wasser ablassen den Damm in Funktion zu halten. So muß man das wohl sehen. Ich bin nach wie vor mit dem Ergebnis zufrieden.

Hast einen aktuellen Fall Micha? ;)

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Apr 2011, 21:24 
Immer ein Anfänger oder so
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Bahama hat geschrieben:
1.200€ ist korrekt. Aber: Da 600€ ja schon vorher gezahlt wurden, bleiben 600€ Streitwert.


Imho wird der Streitwert vom Gericht festgesetzt. Da Deine Forderung 1200€ betrug, unabhängig davon was vorgerichtlich bezahlt wurde, wird dieser wohl so festgesetzt.

Zitat:
Bei einem Vergleich komme ich (über hier: http://www.anwaltseiten24.de/prozesskos ... recht.html) auf rund 460€ Gesamtkosten (Anwälte und Gericht), bleiben bei jeder Seite 230€ hängen. Da die vorgerichtlichen Anwaltskosten ebenfalls von Condor bezahlt wurden (155€) ist das ein Nullsummenspiel (die RV kassiert die aber bei mir laut Nachfrage!) und es bleiben 900€-230€= 670€ hängen und damit nur 80€ weniger als mit RV und 150€ SB.


Sorry, aber vorprozessual 600€(50% von 1200€) +155€ (könnte den Streitwert für einen/Deinen Anwalt vorprozessual ~ abdecken) unterscheidet sich der "Vergleich" mit 900€ - 755€ doch nur in den tatsächlichen Gerichtsmehrkosten, die durch den Termin-/Vergleichsgebühr entstanden sind? Deiner eigentlichen Forderung nach 1200€ ist der Richter doch in keinster Weise entgegengekommen?
Deine Aufrechnung mit SB-Anteil bei Deiner RV sind dem Grunde nach irrelevant für das eigentliche Vergleichsurteil!

Zudem meine ich, dass die Condor einen angestellten Justiziar (sicherlich mehrere!)hat, der zwar nach BRAGO ggüber dem Gericht abrechnet, darselbst aber nur ein Gehalt erhält :mrgreen: Deine "Hochrechnung was Condor das gekostet hat" eher eine Mutmassung :P



Zitat:
Hast einen aktuellen Fall Micha? ;)

Bahama


Nö nur nach meiner Lesart, hat sich der "Vergleich" nicht zwischen 600<->1200€ eingefunden zzgl. anteilige Gerichtsgebühren!

Zugegeben, ich kenne die AGBs der Condor nicht bzgl. Gerichtsstand. Imho hat ein Verbraucher das Recht den Gerichtsstand an seinem Wohnsitz (Amtsgerichtsebene) zu fordern?

Wirklich spannend wäre es, wenn ein "Canario" die Condor auf den Kanaren respektive ihrem spanischen Firmensitzableger verklagt?

Zu UR-Zeiten war ich mal "Info Canarias"-Abbonnent und ward stets erstaunt, was die Leutz dort über öffentliche -für jedermann einsehbare- Boletins wussten, wer wann wie wo geladen/verurteilt etc. wurde! Anhand der BOE-Nr. fand ich darselbst dann alles, wo nix wie hierzulande ausge-xxxt war bzgl. "Parteien"

Salu2 Micha0815

P.S.: Ich möchte Dich lieber Bahama nicht Deines Erfolgsgefühls berauben :herz5: Nur nach meiner Lesart liegt Dein "persönlicher montärer Gewinn" lediglich in den erhöhten Gerichtsgebühren, wobei Deine SB bei Deiner RV zum Zuge kommt?

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Apr 2011, 12:47 
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Die Forderung der Klage betrug 600€. Die Rechnung für mich und nur das interessiert mich ja letztlich sieht ganz einfach so aus:

1. eigener Schriftverkehr mit Condor Null Euro
2. Anwalt 600€ minus 150€ SB der RV = netto 450€
3. Gericht: nochmal 300€

Bleiben unterm Strich 750€. Der Rest ist mir jetzt ziemlich egal.

Die Höhe der vorgerichtlichen Anwaltskosten betrugen übrigigens Größenordnung 150€ laut meinem Anwalt.

Bahama


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 07:04 
Waldfee
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Beiträge: 278
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auf jeden Fall ein Erfolg für dich und gut, dass du so beharrlich warst.

Ich bin mir sicher, dass vielen Menschen der ganze Aufwand zu stressig ist und sie daher auf ihre Rechte verzichten.
Und genau darauf wird wohl auch spekuliert....

_________________
Ist der Weg auch noch so steil - ein bisserl was geht alleweil....
I am from Austria !


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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Jul 2011, 17:02 
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Flugverspätungen

scheinen momentan wegen der Hochsaison an der Tagesordnung. In Kürze soll eine Ersatzmaschine der
German XL im Auftrag der German Sky Airlines, planmässig heute früh um 06:00 Uhr ab Düsseldorf,
Richtung Fuerteventura fliegen. An Bord u.a. Passagiere der Reiseveranstalter alltours und FTI

http://www.rp-online.de/region-duesseld ... -1.1335086

Unser Bahama (s. Info Mietwagen-Thread) ist momentan da nicht alleine.

Viele Grüße emdebo

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 Betreff des Beitrags: Re: Flugverspätungen und sog. "Fluggastrechte Verordnung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Jul 2011, 21:05 
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Beiträge: 144
Wohnort: Berlin
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Wir hatten auch XL als Germania-Ersatz beim Hinflug.
Diese ist wohl etwas größer als die Germania, denn wir hatten schön viel Platz im Flieger.
Auf dem Rückweg war es in der Germania Maschine leider proppenvoll.


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